Fahrradhaus

Nachrüsten auf e-Bike ist möglich

 

Antrieb ist die Voraussetzung für das Fahrradfahren.

Wenn dann noch Modeerscheinungen für zusätzlichen Antrieb des Fahrrades sorgen, sprich: elektrisch verstärkten Rückenwind erzeugen, ist die Fahrfreude scheinbar grenzenlos. Beinahe jeder Fahrradfreund, vornehmlich unsere älteren Zeitgenossen, wünscht sich dann, dass ihr geliebtes Vehicle ebenfalls solch einen tollen Antreiber bekommt. Und da gehen die Probleme schon los.

Im Prinzip ist es natürlich technisch möglich, das eigene Fahrrad nachzurüsten, besser: vom Fachmann nachrüsten zu lassen. Zuerst ist die Entscheidung zu treffen, ob das System front- oder heckgetrieben laufen soll. Das hängt letztlich auch von der Schaltart und Bauform des Rades ab. Für bergige Gebiete ist der Hinterradantrieb zwingend!

Der Akku als das teuerste Bauteil des Aufrüstsystems muss an geeigneter Stelle anmontiert werden. Am besten ist die Form im integrierten Gepäckträger. Die nach dem Einbau wirkenden zusätzlichen dynamischen Belastungen wirken auf alle übrigen Bauteile des Fahrrades. Achtung: sollten im Nachhinein sekundäre Fahrradteile durch den nachträglichen Einbau Schaden nehmen, dann gibt es hierfür keinerlei Garantieansprüche an den Lieferer und Einbauer des Nachrüstsatzes.

Wenn jetzt noch der Gesamtpreis des fahrfertig eingebauten Nachrüstsystems beachtet wird, der im Falle verbauter Qualitätsteile durchaus bei 1 300 Euro liegen kann, ist verständlich, dass sich die Nachrüstung von konventionellen Rädern in engen Grenzen hält. Ab 1 300 Euro erhält man bereits gut taugliche neue e-Bikes mit Rund- Um- Garantie auf 2 Jahre.

Also: Nachrüstung ist möglich, aber vorher bitte alles abwägen.

 

Text: Wolfgang Bieberstein