
Natürlich lässt sich über eine Police bei einer guten Versicherung das Fahrrad wertmässig versichern. Aber wenn es sich um individuell zusammengestellte , hochwertige und obendrein in der Rahmengeometrie allein auf den Nutzer abgestellte Modelle handelt, dann ist der Geldersatz im Diebstahlfalle nur ein Ausgleich für den wirtschaftlichen Schaden. Der ideelle und konkret persönliche Schaden bleibt so lange bestehen, bis ein vergleichbares Fahrrad herbeigebracht ist, was all zu oft nicht wirklich zufriedenstellend funktioniert. Somit bleibt die Aufgabe, das Fahrrad gegen unerlaubte Wegnahme zu sichern.
Das Hauptaugenmerk ist dabei auf den Ort und die Art und Weise des Abschliessens zu legen. Die von den bekannten Herstellern ABUS und Treelock angebotenen Schlösser sind nach Sicherheitsklassen gestaffelt und Schlösser ab 50 Euro sind da schon durchaus als passiver Schutz zu akzeptieren. Am besten sind dabei Schlösser, die aus vielen einzelnen Stahldrähten bestehen, weil diese der Schneide des Bolzenschneiders ausweichen und das Material dabei „wegschmiert“. Am wichtigsten ist aber der Abstellort. Vor belebten Verkaufseinrichtungen ist es sicherer, nicht die allgemeine Fahrradabstellanlage zu benutzen, sondern eine in unmittelbarer Nähe des Eingangs befindliche Stange oder Stadtmöbel zu nutzen, um das Fahrrad daran anzuschliessen.
Merke: Niemals das Fahrrad nur „an sich selbst“ anschliessen, da einfache Wegnahme möglich ist! Versicherungen prüfen neuerdings diese Dinge ab. Für einen potentiellen Dieb ist es unattraktiv, ein einzelnes Fahrrad unter den Augen vieler Personen von einem festen Gegenstand abzutrennen, da so auch viele potentielle Zeugen zugegen sind. Er sucht sich lieber nebenan in der langen Reihe der Fahrradständer ein Zielobjekt aus, welches er dann in Ruhe „bearbeiten“ kann.
Text: Wolfgang Bieberstein
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Ein einfaches Fahrradschloss