
Es ist eine Binsenweisheit - Reibung erzeugt nicht nur Wärme sondern kostet auch Kraft.
So ist es beispielsweise ein grosser Unterschied, ob sich der Bremsseilzug zum Hinterrad durch eine korrodierte Hülle quält und gar am Seilzug schon einzelne Metallfasern gebrochen sind, oder ob ein gut in Fett oder Öl gelegter intakter Seilzug die Bremskraft nach hinten bringt.
Im
ersteren Falle fühlt es sich am Bremshebel eigenartig teigig an und
trotz grosser Hand- und Fingerkräfte am Bremshebel, wollen die
Bremsbacken einfach keine Arbeit leisten. In diesem Falle ist genau
die riesige Innenreibung des Zuges in der Hülle der Kraftfresser und
für die Bremse selbst, bleibt nichts mehr übrig.
Nach langer Winterpause trifft das beinahe alle Fahrräder mehr oder weniger. Ein paar Tropfen Pflegemittel in die nach oben gehaltene Leitungshülle wirken da oft schon Wunder. Im schlimmsten Falle muss beides komplett erneuert werden.
Dann empfiehlt sich natürlich, schon den neuen Zug und die Hülle
mit Pflege- bzw. Gleitmittel zu behandeln. Unglaublich, wie
bereitwillig danach die angesteuerten Funktionsteile des Rades ihre
Arbeit verrichten.
Text: Wolfgang Bieberstein
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