
Obwohl keiner gern darüber spricht, sind Schmerzen beim Radfahren ein Dauerthema. Hierbei rangieren Sitzbeschwerden weit vor Arm- und Handbeschwerden. Es gilt tatsächlich eine Faustregel, die in endlosen Jahren und Fahrradkilometern eine absolute Bestätigung erhielt:“ so wie man ( falsch ) sitzt, so leidet man „.Unzählige kluge Bücher sind schon geschrieben worden, was die richtige Sitzposition beim Radfahren betrifft, aber die Falschsitzer und damit Schmerzleider werden immer mehr. Die Ursache ist ganz einfach: Der moderne Mensch meint, dass er es ganz allein fertig bringt, sich beim jeweiligen Fahrrad auch richtig drauf zu setzen.
Aber weit gefehlt ! Ein renomierter Sportarzt sagte schon im Jahre 2000 auf dem „Fahrradmarkt Zukunft“ in Bremen : „ 95 Prozent aller Schmerzen beim Radfahren rühren von falscher Einstellung her.“ Nicht gemeint ist üblicher Muskelkater bei wenig geübten Radfahrern. Da es in der Fahrradbranche inzwischen oft vorkommt, dass Verkäufer Fahrräder verkaufen, die selbst gar nicht Rad fahren, werden eben genau so oft nagelneue Fahrräder benutzt, die jeglicher Abstimmung auf den Nutzer entbehren. Ohne die letzten Geheimnisse der richtigen und damit nahezu schmerzfreien Benutzung des Fahrrades preis zu geben, sollen die Grundeinstellungen erläutert werden.
Wenn man Rennsport und den Kinderfahrradbereich ausklammert, gelten für den normalen, engagierten Radfahrer( in) relativ einfache Grundregeln, um möglichst schmerzfrei Rad zu fahren:
1. Der Sattel darf nicht zu weich und nicht zu hart sein > Grundprinzip ist, je länger und engagierter die Tagesetappe, desto straffer soll die Polsterung seinText: Wolfgang Bieberstein