
In den letzten Jahren haben sich zwar gefederte Sattelstützen allenthalben durchgesetzt, aber die starre Stütze behält dennoch ihre wohl begründete Daseinsberechtigung. Der Siegeszug des Materials Aluminium im Fahrradbau hat sich auch bei diesem tragenden Bauteil durchgesetzt.
Es gibt zwei Bauformen: 1. die Kerzenstütze ( der Sattel wird per Kloben aufgesetzt) und 2. die Patentsattelstütze ( der Sattel wird direkt in die Schwenkpfanne eingesetzt).
Die feinrillige Bearbeitung von Qualitätsschwenkpfannen bei der Patentstütze lassen eine deutlich individuellere Neigungseinstellung des Sattel zu. Der oft recht grob gearbeitete stählerne Sattelkloben wird dieser Aufgabe nicht wirklich dauerhaft gerecht.
Nichts ist unangenehmer, als das Kippeln eines Sattelklobens auf der Fahrradtour und kein 13er Maulschlüssel in der Nähe! Übrigens schafft die Alu-Stütze mit ihrem höheren Reibwert gegenüber der verchromten Stahlstütze einen verbesserten Festsitz in der Rahmenchlemmung gegen das Verdrehen des Rohres. Ausserdem besteht eine geringere Gefahr zur Korrosion.
Text: Wolfgang Bieberstein
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