Fahrradhaus

Die Reifenstärke

Was denn nun ...dicke Reifen oder dünne?

 

Wohl jeder , der gern Rad fährt, fragt sich irgend wann: mach ich mir dicke oder lieber schmale Reifen auf die Felgen ? Abgesehen davon, dass der Einsatzzweck des Rades in erster Linie über die Breite des Reifens entscheidet, ist letztlich doch viel Spielraum bei der Wahl der Reifenbreite und dem Profil. Oft wird angenommen, dass schmale Reifen besser rollen als breite – weit gefehlt ! Da vor Allem die Walkarbeit der Reifenkarkasse den grössten Kraftverlust für die Vorwärtskomponente der Laufradbewegung darstellt, rollt ein kräftig aufgepumpter Reifen der Abmessung 47 mm deutlich besser ab, als ein mässig gefüllter

32 mm Reifen. Grundsätzlich sei beachtet: je schmaler der Reifen, desto höher ist der Innen-Luftdruck zu wählen. Hinzu kommt beim grossvolumigen Reifen das höhere periphäre Gewicht, welches bei Rotation die kinetische Energie des Laufrades erheblich anwachsen lässt. Hat man dann noch einen Unplattbar-Reifen aufgelegt, erlebt der Fahrer bereits bei unmerklichen Gefällestrecken einen angenehmen Fahrschwung. Fazit: wenn es das lichte Mass des Rahmens zulässt, lieber zum stärkeren Reifen greifen.

Text: Wolfgang Bieberstein