Fahrradhaus

Fahrradbekleidung - Fahrradregenbekleidung - Regenkleidung

Bekleidung ( Fahrradbekleidung)

 

Die Bekleidung des Radfahrers ist wahrlich ein Kapitel für sich. Während die Auswahl bei schönem, warmen und trockenem Wetter durchaus individuell und bestenfalls der Länge der Tagesetappe angepasst sein sollte, kommt das eigentliche Problem bei einsetzendem Regen.

Für kurze Entfernungen und geringe Fahrgeschwindigkeiten, also innerhalb der Stadt, ist das klassische Fahrradcape das wirklich Richtige. Seitlich offen lässt es den Körperschweiss gut entweichen und die beiden Teile, vorn über den Lenker und hinten über Rücken und ggf. Rucksack schützen bei aufgesetzter Haube nahezu perfekt. Auch die Beine und Füße verrichten von oben geschützt ihre Arbeit. Kritisch und erst durch viel Erfahrung ist die Wahl der Regenkleidung für Radwandern und Radfernfahren. Hier sind die Qualitätsprodukte von Vaude, Gonso und Jeantex zu empfehlen.

Die bio-physikalischen Grundsätze bestimmen die Auswahl der Regenbekleidung des Radfahrers. Die Kleidung hat die schwierige Aufgabe zu leisten, die äussere Nässe nicht nach Innen zu lassen. Gleichzeitig muss das Kondensat des Fahrers nach außen, damit kein Schweissstau zustande kommt. Diese Superaufgabe kann nur ein entsprechend hergestelltes und gut verarbeitetes Material leisten, welches von o.g. Markenherstellern zu haben ist. Da das Tragegewicht nicht hoch sein darf ( kein „Anklatschen“ am Körper), stellt sich zwangsläufig ein höherer Erwerbspreis ein. Dieser ist aber schon bei der ersten wirklich längeren Regenfahrt wett gemacht. Es gilt der Grundsatz t: Bei Regen kein Tempo, sondern so fahren, daß man nicht automatisch ins Schwitzen gerät. Häufiger Pausen einlegen und an Steilstücken ggf. absteigen. So bleibt das Klima unter der Kleidung normal. Allerdings beschränkt man sich auf eine durchschnittliche Fahrgeschwindigkeit von 14 bis 17 km je Stunde in der Ebene. Liegt das Tagesziel so weit in der Ferne, dass ein höheres Fahrtempo angeschlagen werden muss, dann kommt es häufig trotzt bester Tragequalität zum Schweissstau und vollständiger Durchnässung der Leibwäsche. Dies wiederum führt bei einer Fahrpause in kühler Jahreszeit zu grosser Erkältungsgefahr. Vor allem sind die Schuhe das grösste Sorgenkind hinsichtlich Durchweichung. Deshalb ist der Überschuh aus Neopren das Optimale. Summa summarum : Wer bei warmem Sommerregen über Land fährt, kann sich auch durchaus durchweichen lassen, wenn das Ziel konkret ist und im Gepäck die trockenen Wechselsachen beigepackt sind, denn nach spätestens 50 km angestrengter Regenfahrt ist man auch im teuersten Regenanzug einfach nur nass – innen und aussen!

Text: Wolfgang Bieberstein