
Das wohl schönste Stück des empfehlenswerten Radweges entlang der Freiberger Mulde dürfte man mit den etwa 40 Kilometern von Nossen nach Leisnig, auch als Stiefelstadt bekannt, erfahren.
Ist erst einmal das reizvolle von Wäldern, Feldern und Büschen gesäumte Tal erreicht, dann stellt sich alsbald das Kloster Altzella in den Weg. Auf angenehm schattigen Wegen steuert der Genussradler der Kleinstadt Rosswein zu.
Dieser Winkel mitteldeutscher Provinz lässt Geruhsamkeit aufkommen, welche gut tut, da schon wenig später das Zentrum Mitteldeutschlands mit der Stadt Döbeln erreicht wird.
Hier lohnt es sich am Wochenende am Markt zu rasten, denn es erklingt nicht nur das Glockenspiel vom Rathausturm, sondern wenn man Glück hat, kann man auf der letzten in Betrieb befindlichen Pferdestrassenbahn mitfahren.
Im weiteren Teil des Muldentals muss der Radfahrer im stillen Ort Westewitz an der Dorfstrasse links fahren, denn es fehlt leider an dieser entscheidenden Stelle das Wegeschild des Fernradwegs. Nach längeren Passagen entlang angenehmer Waldsäume liegt das Kloster Buch wie auf einem Präsentierteller.
Hier sollte eine reichliche Pause eingelegt werden, bevor es auf die letzten 5 Kilometer bis Leisnig geht. Das Fahrrad kann am Bahnhof abgestellt werden. Die Stadt mit der Burg Mildenstein, hoch über der Mulde, liegt auf der Höhe des Steilufers und muss praktisch erstiegen werden.
Die Rückfahrt lässt sich alle 2 Stunden via Regiosprinter realisieren. Spielt das Wetter mit, dann gehört ein schöner Fahrradtag zu den positiven Erinnerungen.
Informationen: agenturBieberstein 03501-781574
Text: Wolfgang Bieberstein
Von Nossen nach Leisung