
Was ist nicht schon alles probiert worden, um die Lampen vorn und hinten am Rad mit Gleichstrom zu versorgen.
Am stärksten hatte sich wohl der Seitenläufer durchgesetzt, der bei Bedarf einfach an die Reifenseitenwand geklappt wird und schon geht’s los. Der Vorteil liegt darin, dass eben wirklich nur im Bedarfsfalle Tretenergie zur Stromerzeugung aufgebracht werden muss. Abgesehen davon, dass die Laufrolle des Dynamos auf Dauer dem Reifen zusetzt, ist dies eben eine ganz praktische Lösung.
Trotzdem geschieht es nicht selten, dass man mit dem Fuß gegen den Stromerzeuger stößt, hängen bleibt oder im Fahrradparker verklemmt.
Der Rollendynamo oder der Speichendynamo sind weitere Möglichkeiten, aktiv Strom zu erzeugen. Sie sind aber doch eher Exoten.
Da kommt die Erfindung des Nabendynamos gerade recht. Zwar ist die allzeitige Aktivierung des Magnetfeldes in der Vorderradnabe ein kleiner Kraftfresser, aber moderne Nabendynamos bringen den Verlust inzwischen auf unter 1 Watt.
Die ist bei normalem Radfahren absolut unbedeutend. Die geschützte Einbausituation und die möglich sehr lange Lebensdauer machen ihn zum sinnvollsten Energieerzeuger für das Fahrrad.
Text: Wolfgang Bieberstein