Fahrradhaus

Mit der Hitze kommt das Knacken

Hitzeproblem für Alu-Bikes

 

All zu grosse Sommerhitze erzeugt für den Aktivradfahrer mindestens zwei unangenehme Erscheinungen:

1. Das Fahren an sich verliert bei Temperaturen oberhalb 30 Grad Celsius seinen entspannenden Reiz und 2. das noch so teure Alu-Vehicle kann erbärmliche Knack-und Quietschgeräusche erzeugen. Beim aktiven Pedalieren, Lenken und Sitzen ächzt das Fahrgestell. Sämtliche mit dem Rahmen in Verbindung stehenden Anbauteile übertragen ohnehin ihren Körperschall auf den Rahmen, der sich mit seinem großen Innenraum, einem Geigenkasten gleich, zum Resonanzboden anbietet. Ob eine lockere Innenlagerschale, ein nicht fest sitzendes Steuerlager, ein gelenkverschlissener Vorbau oder die gefederte Sattelstütze, alle geben ihre oft allein durch die hohe Lufttemperatur erzeugten Toleranz-oder Spielgeräusche an das Fahrgestell ab.

Aber auch der reine Rahmen selbst arbeitet bei Verwindung innerhalb der Schweissnähte. Wer glaubt, ein Alu-Rahmen kann sich nicht biegen, der irrt! Eine einzige nicht 100%ig geschlossenen Naht kann durch die beim Traktieren ausgelöste Verwindung ein Ächzen auslösen. Nach einer kühlen Nacht am nächsten Morgen sind die Geräusche erst mal ganz verschwunden. Aber dann, wenn die Hitze kommt...

Text: Wolfgang Bieberstein