Fahrradhaus

Das Leihrad für den Anspruchsvollen

Drum prüfe, wer sich . . . bindet



Nirgendwo liegen Licht und Schatten so nahe beieinander, wie beim Fahrradverleih.
Innerhalb des gleichen Ortes kann man Fahrräder in ganz unterschiedlicher Form erhalten.

An der einen Stelle zerrt man aus einem Gestrüpphaufen von Fahrradsperrgut irgend ein gerupftes Huhn heraus und begibt sich auf eine waghalsige Fahrt. Allein der geringe Leihpreis hilft über das Ungemach hinweg.

An der anderen Stelle stehen die Räder vom Feinsten aufgereiht und blitzeblank, vom Chef persönlich gecheckt und mit allem notwendigen ausgestattet in Reih und Glied.
Selbst die Körpergröße wird berücksichtigt und gern ein Korb angesteckt, damit die Jacke ihren Platz findet, wenn es die Mittagssonne dann zu gut meinen will. Solche 100 % ig verlässlichen Fahrräder haben natürlich ihren Leihpreis.

Das Geheimnis des sorgfältigen Umgangs liegt ganz einfach bei einer Kaution. Man glaubt gar nicht, welche Wirkung nur 10 Euro hinterlassen können, die es am Abend eben nur dann in voller Höhe zurück gibt, wenn ausser etwas Staub, paar Regenspritzern und den natürlichen Nutzungsmerkmalen alles noch wie am Morgen bei der Ausgabe in Ordnung ist.

Es ist völlig unverständlich, warum die aller meisten Verleihfirmen keine Kaution nehmen. Die Antwort geben verschrammte Räder, wo es natürlich keiner gewesen sein will. Der bewusste Leihradnutzer mit Anspruch, weiss, wo er das Richtige findet.

 

Text: Wolfgang Bieberstein