
Fast jede(r) sitzt asymmetrisch auf dem Fahrrad.
Grund ist die Sorge, mit dem rechten Bein in den Kettenantrieb zu geraten. Diverse Kettenschützer sind da auch keine wirkliche Beruhigung, zumal diese in vielen Fällen beizeiten kaputt gehen. Die abgeplatzten Rudimente stellen dann sogar noch eine zusätzliche Unfallgefahr dar.
Auch wer noch nie einen Radfahrer mit rechtem aufgeschlitztem Unterschenkel gesehen hat, ahnt die Gefahr von rechts.
Der klassische Radfahrer griff einst zur bieder braven Hosenklammer, um die Hose vom Kettenblatt fernzuhalten.
Wer sich heute noch mit derlei Kram blicken lässt wird als hoffnungslos Gestriger abgestempelt, und wer will das schon sein? Also müssen andere Maßnahmen ergriffen werden.
Junge Pedalritter, die gar nichts ausgeben wollen, krempeln unabhängig der Aussentemperatur das rechte Hosenbein bis unters Knie herauf und geben Gas. Zur kalten Jahreszeit zahlen jene dafür mit blau gefrorener Wade.
Was bleibt, ist die gute Lösung mit dem Klettband. Dieses sorgt
nicht nur für eine gute Bündelung des Hosenschaftes, sondern auch
für das Behalten der Körperwärme. Obendrein stellt der silberne
Reflexstreifen ein weithin sichtbares Lichtzeichen dar, welches vom
übrigen Strassenverkehr schon aus grosser Entfernung gesichtet wird.
Text: Wolfgang Bieberstein
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Klettband statt Fahrradklammer