
Die Zeiten der 3-Gänge von Fichtel&Sachs sind längst passe. Moderne Fahrräder bringen es im Rennsport bereits auf 30 kettengeschaltete Gänge ! Doch wie viel Gänge braucht der Mensch wirklich? Dies zu beantworten ist natürlich nur möglich, wenn man zuvor über den Verwendungszweck des Fahrrades nachgedacht hat. Im Groben spricht man von drei Gruppen Fahrrädern: Rennsporträder, sportliche Tourenräder und Stadtfahrräder. Damit ergeben sich sinnvollerweise auch drei Richtzahlen für die Gangabstufungen.
Je mehr Wert darauf gelegt wird, stets nahe am Kraftlimit zu fahren, desto dichter( näher) liegen die Abstufungen beieinander. Im Profi-Rennsport sind deshalb 20 Gänge wünschenswert( 2x10). Das sportliche Tourenrad könnte gut und gern mit 18 Gängen auskommen. Allerdings hat der internationale Wettbewerb der Komponentenhersteller in der Vergangenheit zu einer völlig unnötigen Gangzahl von 27 ( 3x9) geführt. Das Stadtfahrrad ist mit 7 oder 8 Gängen komfortabel bestückt ( i.d. Regel nabengeschaltet). Wer es sich leisten kann steigt auf die Rohloff-Nabe mit 14 Gängen und ist damit auf das Allerbeste ausgerüstet.
Text: Wolfgang Bieberstein
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