
Wenn der Frühling kommt, nicht gleich los toben! Bei allem Verständnis für die aufwallende Fahrradlust bei steigenden Temperaturen, besteht die Gefahr einer Selbstüberschätzung. Es reicht nicht, nur das Rad aus dem Schuppen zu holen, ein paar Pumpenzüge auf die Reifen und auf und davon. Manche kleine Macke, die im Herbst bemerkt wurde und für die Behebung im Winter vorgesehen war, ist natürlich vergessen, denn eigentlich ist ja noch alles dran am Rad, eben, noch! Es ist nicht erst einem Radfahrer passiert, dass er auf den ersten Metern seinen Sattel, Pedale, Lampe oder Kette verlor oder die Bremssockel auf dem Bolzen fest korrodiert waren.
Dann bremste das Rad gar nicht oder so sehr ungewollt, dass der Sturz unvermeidbar war. Aller größte Vorsicht gilt beim Durchfahren unübersichtlicher Kurven! Die Streureste liegen oft genau da, wo sie der flotte Radler nicht gebrauchen kann! Also folge man der alten Bauernregel: immer schön langsam mit de jung’ Pferde!
Text: Wolfgang Bieberstein