Fahrradhaus

Einfach mal auf’s Rad und weg

Mit der steigenden Sonne lockt die Ferne

 

Es ist völlig legitim, wenn bei strahlend blauem Frühlingshimmel der Wunsch aufkommt, mal nichts, wie auf’s Rad und weg!

An Ideen, wo hin, fehlt es meistens nicht. Vielmehr ist daran zu denken, wie stell ich’s an, dass mein (Arbeits-) Umfeld meine spontan ertrotzen Urlaubstage akzeptiert. Hat man dann den Rücken frei und ist der Weg geplant, beispielsweise den Neckar hinab, dann sind Tagesetappen und die Gesamtdauer der Radtour festzulegen.

Ist man gern ein Individualist, wird man sich auch keiner organisierten Truppe anschliessen, deren Gepäck dann brav von Ort zu Ort gebracht wird. Also heisst es, entweder noch schnell einige Quartiere an den selbstgewählten Zielen vorbuchen oder auf’s Geradewohl losstrampeln.

Beides hat seine Vor- und Nachteile. Im ersten Falle lässt es sich ganz entspannt rollen, denn der Schlafplatz wartet geduldig am gewählten Ziel. Der Nachteil besteht darin, dass ich bei jedem Wetter und egal, wie es mir aktuell geht, nach dort hin zu fahren habe. Wie es dann dort wirklich aussieht, erfahre ich erst wirklich dort.

Da kann durchaus auch mal ein „ dicker Brocken“ dabei sein. Fahre ich nach Variante zwei, dann stehe ich ab spätestens 17 Uhr unter dem Stress: ich könnte hier an der schönen Stelle beenden, aber es rollt noch so gut! Später kommt dann zwar noch eine Gelegenheit, aber was für eine!

Also vertrauen doch recht viele Radtouristen, vornehmlich weibliche, auf den bewährten Spruch: Ein ruhiges Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen. Dem sollte sich vielleicht im Zweifelsfalle auch der männliche Partner unterordnen. Nun also: Gute Reise!

 

Text: Wolfgang Bieberstein