
So unterschiedlich Menschen sein können, so unterschiedlich sind auch die Formen der Fahrradlenker. Wenn man von Modeerscheinungen absieht, die ihre Zeitphasen haben und hatten, dann hat die Fahrradindustrie in den letzten 100 Jahren lediglich drei Grundformen an Fahrradlenkern hervorgebracht.
Lange Zeit bestimmte der Parallelgrifflenker das Geschehen. Hierbei stützen sich die Hände ähnlich den Holmen des Barrens im parallelen Rissgriff auf das Lenkerrohr, was zu einer sehr entspannten Fahrweise gereicht. Will man aber schneller, sportlicher und kraftvoller fahren, dann muss die Handstellung tiefer gelegt werden.
Es entstand der heutige Rennlenker. Da die Handstellung dabei zwar effektiv aber nicht ganz ergonomisch ist, hatte man in vergangener Zeit die Enden leicht nach aussen gestellt. Beim gemütlicheren Tourenradeln greifen Hersteller gern zum ergonomisch günstigen Tourensportlenker mit leichtem Wurf und circa 30 Grad eingewinkelten Lenkerenden.
Lediglich im Mountainbikesport bleibt zur geraden Rohrstange
keine Alternative, da die Krafteinwirkung oft ähnlich dem Klimmzug
an der Turnstange wirkt. Hierfür müssen dann sehr gute Materialien
zum Einsatz kommen, was den Preis eines MTB-Lenkers schon mal bis zu
100 Euro treiben kann.
Text: Wolfgang Bieberstein
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