Fahrradhaus

Fahrradladen in Pirna

Wolfgang Biebersteins Fahrradladen in der Altstadt von Pirna

 

Zu den Vorzügen, die Pirna anderen Mittelstädten mit historischem Stadtkern voraus hat, kommt seit dem Herbst 2010 ein weiterer hinzu. Gerade weil großflächige Fahrradmärkte einen Bogen um die kleingliedrigen Altstädte machen müssen, entsteht für die dort Wohnenden eine echte Unterversorgung an Zweirad-Dienstleistungen.

In Pirna gehört dieses strukturelle Problem der Vergangenheit an. Der Diplomingenieur und Meister der Verkehrstechnik, Wolfgang Bieberstein, Jg.48, setzt die in Jahrzehnten gewonnenen Erfahrungen bei Verkauf und Service von Zweirädern, speziell des Fahrrades in einem kleinen Laden der pirnaer Barbiergasse nahe am Markte ein. Auf rund 60 qm ist es ihm möglich, Verkauf und Reparaturfläche in zwei miteinander verbundenen Räumen im Ein-Mann-System zu bewerkstelligen.

Zwar lassen sich raumbedingt nur wenige Fahrräder präsentieren, aber nach intensiver Produktberatung entscheiden sich schließlich potentielle Käufer gern für eine Bestellung ihres neuen Fahrrades, um es dann aus der Hand des Meisters ganz persönlich angepasst zu bekommen.

Ein rückwärtiger Abstellraum ist in der Lage ein kleines Sortiment an Verleihrädern aufzunehmen. Die sorgfältig für die Nutzung im Elbtal ausgewählten Leihräder dienen dabei sogar als Werbefahrzeuge für Nachbestellungen seitens der Kundschaft. Die Ausstattung sportlicher Mountainbiker für das Elbsandsteingebirge überlässt Herr Bieberstein gern den regionalen Spezialanbietern.

Auf Grund seines Lebensalters ist der Inhaber des Fahrradladens Bieberstein vor allem ein Vertrauenspartner für die natürlicherweise im Alter zunehmende Stadtbevölkerung. Aber auch junge Familien mit Kindern und die gerade von Müttern gewünschte schnelle Servicebetreuung am Nutzfahrrad zur Kinderbeförderung wird sehr gern im kleinen Fahrradladen um die Ecke in Anspruch genommen. Mit der Entscheidung, mitten in Pirnas Altstadt einen kleinen Fahrradladen einzurichten, hat Herr Bieberstein den Nagel auf den Kopf getroffen.

Text: Wolfgang Bieberstein