
Kette ist niemals gleich Kette.
Nur der Laie glaubt, es reiche eine einfache Fahrradkette für 7 Euro, um die Kraft von der Tretgarnitur auf das Hinterradritzel zu transportieren. Im Teilewald der Anbieter sehen auf den ersten Blick alle gleich oder zumindest ähnlich aus.
Bei genauerem Hinschauen, besser Hinfassen spürt man aber schon, worum es geht.
Ein weiser Spruch: eine Kette ist so trocken, wie
möglich und so fettig, wie nötig. Deshalb gibt es hier die
einfachen, ölgetauchten Stahlketten, dort die nur in leichte
Vasiline gelegten, teflonbeschichteten Hochleistungsketten.
Die Hochleistung besteht dann nicht nur in großer Widerstandskraft gegen Zugkräfte, sondern in einer extrem guten Beweglichkeit der Kettenglieder. Nur wenn die beim Umschlingen des Ritzels unvermeidbare Reibungsenergie gegen Null geht, kann die Kette durch ihre beim Pedalieren aufgebaute kinetische Energie quasi zum Kraftverstärker werden.
Gute Ketten erhöhen die Kraftübertragung nach hinten gegenüber alten oder extrem billigen Ketten um bis zu 15 Prozent!
Wer also flott unterwegs sein möchte, sollte sich seine neue Kette mindestens 30 Euro kosten lassen.
Text: Wolfgang Bieberstein
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