Das Elektrofahrrad
Viele Fahrradfreunde sind gern mit dem Drahtesel unterwegs, wenn es
nur nicht zu anstrengend ist! Die Freude schlägt schnell in Frust
um, wenn der Wind sich dreht und von vorn die Stirn bietet. Das
Radfahren wird schließlich auch dann lästig, wenn die Steigung kein
Ende nimmt und der letzte Müsliriegel seine Energie längst abgegeben
hat. Jetzt braucht es neue Kräfte.
Die Lösung ist längst gefunden
und macht Schule. Es ist das Fahrrad mit einem intelligenten
Elektroantrieb. Dieser funktioniert aber nur, wenn man selbst noch
in die Pedale tritt, d.h. hört man auf, hört auch der Motor auf.
Allerdings kann man sich die eigene Kraft entweder mit 25, 50 oder
gar zu 100 % aufstocken lassen.
Ein computergesteuerter Kraftmesser am Pedalarm lässt entsprechend
der am Lenkerschalter gewählten Kraftversion die entsprechende
Energie aus einem Akku zum Generator fliessen, welcher im
Innenlagerbereich des Hauptrahmens liegt. Demnach ist auch die
Reichweite des „Rückenwindes“ unterschiedlich. Es sind 40 bis 80
Kilometer drin und wenn der Akku wirklich leer gefahren ist, tritt
man den Rest allein oder macht eine Pause von 3 bis 4 Stunden an der
220 Volt- Steckdose. Je nach Geschmack und Temperament gibt es
solche Elektro-Räder vom bequemen Citybike mit Nabenschaltung bis
zum flotten Sportrad mit Kettenschaltung bei Preislagen von 800 bis
2 800 Euro.
Möglich ist auch die
Umrüstung eines herkömmlichen Rads auf ein E-Bike.
Text: Wolfgang Bieberstein
Das Elektrofahrrad