
Abgesehen davon, dass die Rücktrittbremse alle Fahrradzeiten bis heute überdauert hat, bleibt die Frage: Was ist die richtige Bremse fürs Fahrrad?
Die Fahrradentwickler haben sich auf grundsätzlich 2 Varianten
gelegt:
1. Das Bremsmittel wirkt auf die Felge oder
2. Das Bremsmittel wirkt auf eine achsnahe Scheibe.
Da alles im Leben immer Vorteile und Nachteile hat, ist dies auch
bei diesen beiden Systemen so. Bei Variante 1 lassen sich zwar die
Bremskräfte auf mechanischem Wege recht gering und gut dosierbar
halten, aber der Verschleiss belastet die sensible Tragefunktion des
Rades- die Felge. Mit ausgetüftelten Mischungen kann man da zwar
viel erreichen, beispielsweise, dass der Verschleiss im wesentlichen
vom Bremsbelag übernommen wird, aber es bleibt der ständige
aggressive Angriff auf die Felgenflanke. Wenn dann noch ein Achter
hinzukommt und das Bremsspiel erweitert werden muss, dann kann es
schnell gefährlich werden.
Bei Variante 2 bleibt zwar die Felge völlig unbelastet, aber die auf
Grund des kleineren Radius zur Achse extrem hohen notwendigen
Axialbremskräfte benötigen einen entsprechend hohen
Bremsdruckaufbau, der normalerweise nur von einer hydraulischen
Anlage geleistet werden kann ( eine mechanische Scheibenbremse ist
nonsens). Zusammengefasst lässt sich feststellen, eine
felgengebremste Anlage ist erst mal preiswerter, erzeugt aber
mittelfristig einige Kosten.
Die hydraulische Anlage mit Scheibe ist beim Kauf preisintensiver
aber für den Vielfahrer auf Sicht preiswerter.
Text: Wolfgang Bieberstein
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