Fahrradhaus

Das Fahrrad bei den Hörnern gepackt

Barends

 

Bei aller Vielfalt, die einem begegnet, wenn man sich moderne Fahrräder betrachtet, lassen sich die Barends am Fahrrad in 3 grosse Gruppen einteilen.

Die wohl älteste und kaum noch übliche Version ist das Hineinstecken des zumeist gekrümmten Barends in das Lenkerrohr von der Seite her. Mittels eines Gleitkonus ähnlich dem Lenkervorbau wird der Winkel eingestellt und kraftvoll angezogen. Dennoch kann es vorkommen, dass ein gewichtiger Fahrer mit hohen Armkräften die Barends zum Verdrehen bringt.

Günstiger sind deshalb die Verhältnisse bei Barends mit Aussenklemmung. Hier ist das Verdrehen so gut wie ausgeschlossen. Natürlich steigt die Verdrehkraft mit der Zunahme der Grifflänge. Geht der Fahrer beispielsweise bei einer hochprozentigen Berganfahrt gern aus dem Sattel und stemmt sich dabei, ähnlich der Barrenholme, auf seine Barends, dann können nur solche mit Aussenklemmung empfohlen werden.

In neuerer Zeit wurden Lenkergriffe entwickelt, die einerseits mittels einer sog. Madenschraube am Lenker befestigt werden und gleichzeitig die Fasson eines gekürzten Barends einnehmen. Ziel ist dabei die Steigerung der ergonomisch günstigen Greifverhältnisse am Fahrradlenker.

Auch wenn diese Kombigriffe die Vorteile eines Barends nicht gänzlich erfüllen können, tragen sie doch zu einer angenehmen Handauflage bei, was von sportlich ambitionierten Radelfreunden geschätzt wird. Will man dauerhaft Vielseitigkeit bei der Handhaltung am Lenker, dann führt an der Aufmontage eines Multipositionslenkers kein Weg vorbei.

Die optimale Höhe und Winkelverstellung kann man aber erst nach einigen Testfahrten feststellen. Vorausgesetzt, das Fahrrad ist grundsätzlich passend und auf den Nutzer richtig eingestellt, kann man ein weites Fernziel erreichen.

 

 

Text: Wolfgang Bieberstein