
Der ambitionierte Fahrradfahrer liest viel Kluges über die Flüssigkeitsaufnahme, weil sie unerlässlich ist, wenn man aktiv mit dem Rad unterwegs ist. Aber trotz Schweissabgabe ist auch das Wasser lassen unerlässlich, nur darüber sprechen will man nicht. Dabei sind alle männlichen Intensivradler immer wieder wild erschrocken, was beim Langstreckenfahren oder Tourenradeln aus ihrem „besten Stück“ geworden ist.
Trotz prostataschonendem Sattel, Radhose mit Einsatz und leicht abgesenkter Sattelspitze, beginnt bei jeder P.-Pause die Sucherei von Neuem. Hat (M)man(n) dann den Zipfel erwischt, ist der erwartete Strahl eher dünn und dürftig- kaum vorstellbar, dass alt gewohnte Verhältnisse je wieder einkehren. Die Sorge ist unbegründet, denn die Natur lässt zwar die Verkümmerung zu, weil eben die Versorgungswege gerade auf der Unterseite des Schrittes stark abgedrückt werden.
Schon eine halbe Stunde nach Fahrtende kann der gesunde Mann auf normale Funktionen zurückgreifen und nach ausgiebiger Dusche schon wieder an schöne Dinge denken.
Text: Wolfgang Bieberstein